Engagementforschung in der ELKB

Das Amt für Gemeindedienst untersucht seit vielen Jahren die Entwicklung der ehrenamtlichen Tätigkeit innerhalb der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. Dazu werden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Praxisforschung und Evaluation der Evang. Hochschule Nürnberg ca. alle sechs Jahre entsprechende Erhebungen durchgeführt, ausgewertet und veröffentlicht. Grundlage dieses Auftrags ist das Ehrenamtsgesetz der ELKB. Folgende Untersuchungen sind wurden bisher durchgeführt:

2012 gab das Amt für Gemeindedienst erstmals den Auftrag für eine Evaluation Ehrenamtlichkeit in der ELKB, die grundlegende Erkenntnisse über das ehrenamtliche Engagement in der ELKB lieferte.

2017 fand eine kleinere Folge-Erhebung  unter dem Titel " Ehrenamt sichtbar machen 2" statt. Dabei ging es vor allem darum, auf dem Hintergrund der Untersuchung von 2012 Weiterentwicklungen zu untersuchen.

2022 - 2023 findet die 3. Ehrenamts-Evaluation in der ELKB statt. In der Phase 1 gibt es im Zeitraum von Januar - Ende Mai 2022 eine Online-Umfrage für alle ehrenamtlich Engagierten innerhalb der ELKB. Im Anschluss an die statistische Auswertung im Sommer/Herbst 2022 ist in als zweite Phase eine qualitative Untersuchung zu aktuellen EA-Themen geplant (Herbst 2022 - Frühjahr 2023).

Nach der Auswertungsphase werden die Ergebnisse zugänglich gemacht.

„Gesellschaftlicher Zusammenhalt und soziales Engagement“

Qualifizierte Unterstützung und Hilfe, der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen ehrenamtlich Tätigen sowie der fachkundige Erfahrungsaustausch sind wichtige Rahmenbedingungen für gesellschaftliches Engagement. Dieses und viele andere interessante Ergebnisse zu Fragen des sozialen Engagements sind im Bericht zur aktuellen Studie der forsa Gesellschaft für Sozialforschung „ Gesellschaftlicher Zusammenhalt und soziales Engagement“ (erschienen im Januar 2022) nachzulesen. Unter anderem wurde abgefragt, wie sich der gesellschaftliche Zusammenhalt und das Engagement während der Pandemie verändert hat und was Menschen für ihr ehrenamtliches Engagement motiviert.

Die Caritas ist der Auftraggeber der Studie:  www.caritas.de

Gesellschaftlicher Zusammenhalt und soziales Engagement

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Ehrenamtliches Engagement währen der Corona-Pandemie

In der zweiten Welle der Corona-Pandemie bleibt der Anteil der ehrenamtlich Tätigen im Vergleich zu präpandemischen Zeiten weitgehend stabil, über Geschlechter-, Alters- und Bildungsgruppen hinweg. Dabei engagieren sich Menschen im Alter zwischen 66 – 75 Jahren am zeitintensivsten. Frauen sind zu geringeren Anteilen engagiert als Männer. Menschen mit hoher Bildung engagieren sich zu höheren Anteilen ehrenamtlich als Menschen mit niedriger und mittlerer Bildung.

 

Diese und viele weitere interessante Forschungsergebnisse aus dem aktuellen Deutschen Alterssurvey können unter https://www.dza.de/fileadmin/dza/Dokumente/DZA_Aktuell/DZA_Aktuell_08_2021_Ehrenamtliches_Engagement.pdf  nachgelesen werden

Zentrale Ergebnisse des Fünften Deutschen Freiwilligensurveys (FWS 2019)

Im Deutschen Freiwilligensurvey (FWS) werden seit zwei Jahrzehnten Daten zum aktuellen Stand und zu den Entwicklungen des freiwilligen Engagements in Deutschland erhoben. Alle fünf Jahre werden telefonische, bevölkerungsrepräsentative Studien durchgeführt.
Der Bericht kann hier abgerufen werden.
Der Kurzbericht ist hier zu finden.

Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Ergebnisse aus der Studie kurz und kompakt vor.
•    Engagement in Zahlen
2019 engagierten sich 28,8 Millionen Menschen in Deutschland freiwillig, das sind 39,4 % der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland. Damit ist die Quote der Engagierten seit 2014 stabil geblieben und seit 1999 sogar angestiegen.
•    Engagement bei Frauen und Männern
Frauen und Männer unterscheiden sich zum ersten Mal seit 1999 nicht hinsichtlich ihrer Engagementquote (Frauen: 39,2%, Männer: 40,2%). Im kirchlichen und sozialen Bereich sind anteilig mehr Frauen als Männer engagiert.
•    Engagement in städtischen und ländlichen Räumen
Menschen aus ländlichen Räumen sind mit 41,6 % anteilig häufiger freiwillig engagiert als Menschen im städtischen Raum (38,8%).
•    Engagement nach Bildung
Die Ergebnisse der aktuellen Datenerhebung wurden nach Bildung gewichtet dargestellt. 2019 engagierten sich die Befragten mit hoher Schulbildung zu 51,1 %, mit mittlerer Schulbildung zu 37,4 % und mit niedrigem Bildungsstand zu 26,3 %.
•    Engagement mit und ohne Migrationshintergrund
Menschen mit Migrationsgeschichte engagieren sich seltener als Menschen ohne Migrationshintergrund. Der Anteil der Menschen, die mit Migrationsgeschichte in Deutschland geboren sind und sich ehrenamtlich engagierten, lag 2019 bei 38,7 %.
•    Engagement in Ost- und Westdeutschland
Die Engagementquote zwischen Ost- und Westdeutschland hat sich in den letzten zwanzig Jahren angenähert und liegt in Westdeutschland 3,4 % höher als in Ostdeutschland.
•    Engagement in verschiedenen Bereichen

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