Von Perikles zum Volunteering

In der gesamten abendländischen Tradition gehört der individuelle Beitrag zum Wohl der Allgemeinheit unverzichtbar zu einem sinnerfüllten Leben. Schon in den Stadtgesellschaften der Antike Griechenlands war es Sache jeden männlichen Bürgers, sich für das Gemeinwesen zu interessieren, für dessen Wohl zu engagieren und in den Versammlungen über die Belange der Stadt zu diskutieren. Da Sklaven (und Frauen) die produktiven Arbeiten ausführten, verfügten die freien männlichen Bürger über genügend freie Zeit dafür (wie auch im Römischen Reich galt jedoch, dass die Arbeitenden vom öffentlichen Leben ausgeschlossen waren). Wer an solchen Versammlungen nicht teilnahm und sich auch den Angelegenheiten des Gemeinswesens verweigerte, war ein  idiótes, also ein Privatmensch: „Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger“, formulierte es der Athener Perikles etwa 500 vor Christus.  (nach Wikipedia)

 

Die Geschichte des christlichen Ehrenamts beginnt direkt mit Jesus und den Jüngerinnen und Jüngern, die ohne Bezahlung und für Andere ihre Fähigkeiten und Ideale einbrachten in die christliche Bewegung. Die unterschiedlichen Gaben, die Paulus im Römerbrief benennt, werden auch in den ersten Gemeinden selbstverständlich zum Wohl der Gemeinschaft eingesetzt. Von der Seelsorge über die Barmherzigkeit (die Bibel in gerechter Sprache übersetzt: Solidarisches Handeln) bis zur Leitungsfunktion in der Gemeinde sind Menschen tätig, weil sie die besondere Fähigkeit dazu haben und diese Fähigkeit auch einsetzen wollen und dürfen.

 

Dieser unentgeltliche Einsatz ist im weiteren Sinne ein "Ehrenamt", auch wenn es ein "Hauptamt" in der frühchristlichen Gemeinde noch nicht gibt. Trotzdem wird auch missionarische Tätigkeit bezahlt - oder kann zumindest bezahlt werden. 

Bereits in frühchristlicher Zeit gab es bezahlte missionarische Arbeit: Einen zentralen Beleg findet man beispielsweise in 1. Korinther 9 (Paulus verzichtet bewusst auf Bezahlung, obwohl sie ihm zustünde). Gleichzeitig wird in diesem Zusammenhang vor Geldgier gewarnt (z.B. 1 Tim 6). Mit dem Evangelium soll keine Geschäftemacherei betrieben werden (z.B. 2. Kor 2,17; 1. Thess 2,5).

Die klassische Trennung zwischen Klerus und Laien besteht seit ca. 200 nach Christus.

Seit dem 4. Jahrhundert (Kaiser Konstantin) wurde das Klerikeramt wegen staatlicher Steuer- und Gerichtsprivilegien besonders attraktiv (siehe RGG, 4. Auflage, Bd.1, Sp.427).

 

 

- an diesem Artikel wird noch gearbeitet - ich bitte um etwas Geduld -

Informationen zur Geschichte des Ehrenamtes sind zusammengetragen aus folgenden Quellen oder zitiert nach folgenden Personen: Ulrich Jakubek (Geschäftsführer des Fachbeirats Ehrenamt) | Dr. Thomas Popp (Referent für Hauskreisarbeit im Amt für Gemeindedienst) |  www.wir-fuer-uns.de (Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement) | www.wikipedia.de (freies Online-Lexikon)