Amt für Gemeindedienst in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
Rund ums Ehrenamt
Zwei Personen bauen gemeinsam an einem Turm
© Jakubek Mediendesign

Ehrenamtliche begleiten

Die §§ 4-6 EAG beschreiben die Begleitung, Fortbildung und Vertretung von Ehrenamtlichen. Dabei fallen folgende Schlagwörter:

Sonstiges:

Begleitung, Beratung, Unterstützung

Ehrenamtliche übernehmen Verantwortung für Ihren Arbeitsbereich und brauchen dabei Unterstützung mit Rat und Tat, wie z.B.:

  • regelmäßige Gespräche zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, um sich auszutauschen und gegenseitig zu beraten (mind. 1x pro Jahr)
  • Feedback
  • Unterstützung durch Kirchenvorstand und andere leitende Ehrenamtliche
  • Ansprechperson (nicht nur) für Konfliktfälle
  • Begleitung in besonderern Problemsituationen
  • Unterstützung in fachlichen und/oder methodischen Fragen
  • Beratung bei Überlastung oder Unterforderung

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Informationsweitergabe

Mit der gegenseitigen Weitergabe von Informationen steht und fällt eine konstruktive Zusammenarbeit. Ein guter Informationsfluss ist Voraussetzung dafür, dass alle Beteiligten um die Zusammenhänge ihrer Arbeit wissen.

Gut informiert zu sein, trägt wesentlich zur Motivation bei und lässt gegenseitiges Vertrauen wachsen. Dazu gehört auch eine frühzeitige Abstimmung von Terminen und Veranstaltungen.

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Mitwirkung

Beteiligung bedeutet, Verantwortung und Macht zu teilen. Dieses Miteinander ist auch eine Frage der Haltung. Sie sollten klären wie Ihre gegenseitigen Bilder und Rollenerwartungen sind.

Ehrenamtliche sollten in Entscheidungsprozesse, die ihre Tätigkeit betreffen einbezogen werden. Sie können aber darüber hinaus an vielen anderen Stellen mitwirken, mitentscheiden und mitplanen.

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Fortbildung

Ehrenamtliche haben Anspruch auf Fort- und Weiterbildung. Die Kosten dafür werden nach vorheriger Absprache erstattet.

Es gibt unterschiedliche Formen der Qualifizierung:

  • Learning by doing
  • Anleitung, Mentoring
  • Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • Individuelles Coaching und Beratung, Supervision

Welche Qualifizierung im jeweiligen Bereich sinnvoll ist muss individuell geklärt werden.

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Vertretung und Vernetzung

Im (Pro-) Dekanat gibt es zwei ehrenamtliche Vertrauenspersonen für Ehrenamtliche, die sich für die Belange der Ehrenamtlichen im Dekanat einsetzen.

Auf Landesebene setzt sich der Fachbeirat Ehrenamt mit relevanten Themen rund ums Ehrenamt in der Kirche auseinander.

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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

In jeder kirchlichen Einrichtung gibt es eine Arbeitsorganisation: wer macht was, wann und wie in welchem Umfang.

Auch im Arbeits- und Gesundheitsschutz müssen grundlegende Dinge vom Arbeitgeber organisiert werden, um

  • Unfälle und arbeitsbedingte Krankheiten zu vermeiden,
  • Arbeitsplätze ergonomisch zu gestalten,
  • schnelle Hilfe bei Verletzungen zu gewährleisten
  • und die Beschäftigten vor Gefährdungen bei ihrer Arbeit zu schützen.

Es geht um sichere Arbeitsgeräte und eine gesunderhaltende Gestaltung von Arbeitsplätzen. Es sollen Ursachen von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen aufgedeckt und ausgeschaltet werden.

Hinzukommt die Organisation von Erster Hilfe und Brandschutz.

Bezogen auf eine Kirchengemeinde steht hier der Kirchenvorstand in der Verantwortung (entspricht als leitendes Gremium dem Arbeitgeber).

 

Aber auch die Beschäftigten und die ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind in der Pflicht: Sie müssen den Arbeitgeber in der Umsetzung von Schutzmaßnahmen unterstützen. Außerdem haben Sie Verantwortung für die eigene Gesundheit und die Anderer bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten.

 

Weiter Infos zum Thema: www.ekd.de/efas und www.arbeitssicherheit-elkb.de

Arbeitshilfen und Infos zur Prävention für Kirchen bietet die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) unter www.vbg.de/DE/3_Praevention_und_Arbeitshilfen/1_Branchen/08_Kirchen/kirchen_node.html

Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) bietet außerdem ein kostenloses Online-Lernprogramm für Verantwortliche in der Kirche: Hier gehts zum Lernprogramm

 

Und wenn doch mal was passiert: Ehrenamtliche haben den gleichen Versicherungsschutz wie Hauptberufliche. Lesen Sie hier mehr dazu

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Verdacht auf sexuellen Missbrauch - was tun?

Die EKD hat im Juli 2012 für diesen Fall Leitlinien veröffentlicht:

Hinschauen - Helfen - Handeln
Hinweise für den Umgang mit Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung durch beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende im kirchlichen Dienst

Weitere Infos und Download unter: www.ekd.de/missbrauch/hinweise.html

Inzwischen sind weitere Materialien und Angebote entstanden, die insbesondere die Prävention von sexueller Gewalt in Kirchen und Diakonie in den Fokus nehmen.
Informationen und Downloads unter: www.bayern-evangelisch.de/hilfe-und-begleitung/ansprechstelle-fuer-sexuellen-missbrauch.php

Viele Informationen zum Kinder- und Jugendschutz liefert die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. unter: www.evangelische-jugend.de/themen/jugendpolitik/kinder-und-jugendschutz 

 

Landeskirchliche Ansprechstelle:

Dr. Johanna Beyer
(Ansprechstelle für Opfer sexualisierter Gewalt)
Landeskirchenamt
Postfach 200751
80007 München
Tel.: 089-5595-335
AnsprechstelleSG(at)elkb.de

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Kontakt

Johanna  Flierl
Johanna Flierl
Sozialwirtin (B.A.)
Telefon: 0911 4316-220
Ulrich  Jakubek
Ulrich Jakubek
Diakon
Telefon: 0911 4316-221
Petra  Pfann
Petra Pfann
Sekretariat
Telefon: 0911 4316-219