Amt für Gemeindedienst in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
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Was bedeutet es, eine "milieusensible Kirche" zu sein? Impulse für Ihre Gemeinde

13.12.2017

Was bedeutet es, eine "milieusensible Kirche" zu sein? Zu diesem Thema kamen 35 Multiplikatoren aus Kirche und Diakonie am 5. Dezember 2017 im Amt für Gemeindedienst (afg) zusammen. Der stellvertretende Leiter des afg, Diakon Ulrich Jakubek, hatte dazu eingeladen.

„Der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, tritt für eine „bunte Kirche" ein. Ob Menschen tätowiert seien oder andere Ausdrucksformen für ihr Leben wählten: Er wünsche sich, dass jene, die ganz anders als die Mehrheit seien, die Kirche als Heimat entdecken. Kirche müsse herauskommen aus ihren Milieus und die Menschen erreichen, unterstrich Bedford-Strohm: „Ich möchte nicht, dass wir eine Milieukirche sind, wo nur ein bestimmtes bürgerliches Milieu zuhause ist." (epd-bayern, Nr. 113|19.06.2017)“

 

Peter Martin Thomas, Leiter der SINUS-Akademie in Heidelberg, stellte die Milieus unter dem besonderen Aspekt der „Ehrenamtlichkeit vor.

Das SINUS-Institut ist Spezialist für psychologische und sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung. Es entwickelt Strategien für Unternehmen und Institutionen, die den soziokulturellen Wandel als Erfolgsfaktor nutzen.

Durch seine Präsentation der 10 Milieus (Zielgruppen) wurde deutlich, dass es jeweils unterschiedliche Zugangswege braucht um mit Menschen in Kontakt zu kommen. Den Teilnehmer*innen war durch das Nachfragen im Laufe des Tages anzumerken, wie sich ihre Wahrnehmung der verschiedenen Milieus veränderte. Manchem wurde klar, dass wir unsere Angebotsstruktur durch Erkenntnisse aus der Milieuforschung verbessern können.

2013 hat das SINUS-Institut den Abschlussbericht zu den Milieustudien in den Landeskirchen Baden und Württemberg vorgelegt. Dort wird damit gerechnet, dass eines der tragende Milieus, die „Traditionellen“, von mehr als 14 % im Jahr 2013 auf 7% im Jahr 2025 zurückgehen soll, eine glatte Halbierung. Auch die Konservativ-Etablierte und die Bürgerliche-Mitte werden weniger.

Die Ergebnisse machten viele Teilnehmer*innen nachdenklich. Das Amt für Gemeindedienst will diese Impuls aus den Milieus aufnehmen und für die Kirchengemeinden nutzbar machen. Bei Interesse für eine Veranstaltung in Ihrer Kirchengemeinde, Dekanatsbezirk oder Region können Sie sich mit Herrn Jakubek in Verbindung setzen: ulrich.jakubek(at)afg-elkb.de

 

 


Kontakt

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